What is wrong with you?

What is wrong with you?

Der Folgende Text geht rein hypothetisch von der Existenz Gottes aus. Ich selber finde Religion und Theologie spannend glaube jedoch nicht an die Existenz einer höheren Macht, da dies Zwangsläufig zur Frage führt, was war vor dem Kreationismus und wer hat Gott erschaffen.

loversbetweenfigtersDer Anlass für diesen Text sind die jüngsten Ereignisse auf der Erde und das Erstarken extremer Glaubensauslegungen in den 3 Monotheistischen Religionen durch evangelikale, orthodoxe und streng Katholische Christen sowie anderen christlichen Strömungen, die extreme Ansichten vertreten. Neben den Christen gibt es noch die Orthodoxen Juden und eine erschreckend gewaltvolle Auslegung des Islam.

Teil 1: Die Schönheit des Lebens
Man steht früher auf, fährt Umwege, kauft 5 mal am Tag ein, oder geht jeden Tag Milchshakes trinken, einige lernen ein Instrument, gehen in Theater Kurse oder auf Konzerte obwohl sie die Musik nicht mögen. Es lässt uns irrational handeln und man vergisst die ganze Welt um sich, alles scheint leichter und doch tut es weh, es kratzt uns auf und raubt den Schlaf und wenn alles geklappt hat, dann war es doch das Richtige über Wochen morgens eine Stunde früher aufzustehen und mit dem Bus einen Umweg zu fahren. Zuerst sitzt man schüchtern mit großer Distanz weit auseinander, doch irgendetwas ist da, es kribbelt und man weiß nicht ob es zu einem gehört oder schon zu einer neuen Dimension, langsam zieht es einen an und kommt auf einen zu mit jeder Sekunde, die wie Tage erscheint und nicht enden will und dann ist es geschehen wie zwei Magnete die zu Beginn nur zögerlich wackeln kracht man aufeinander zu, das Kribbeln wird heftiger, der Geruch intensiver, das Rauschen im Kopf wird lauter und in weiter Ferne kreisen die Gedanken, ob das was man macht echt ist oder geträumt, falsch oder richtig, doch es fühlt sich gut an. Es schmeckt nach Zuckerwatte, und Brausepulver und manchmal nach Metall und ist das schönste im ganzen Leben.

firstkissLiebe und Küssen, sich umarmen und nähe, Gefühle die zu erlernen schwieriger sein können als jede Matheklausur und wenn man Pech hat dann treffen diese beiden Ereignisse auch noch aufeinander. Das erste Mal richtig rumknutscht, auf einer Parkbank, an der Bushaltestelle, heimlich hinter der Sporthalle, oder in der letzten Reihe im Kino.

Es ist einfach nur schön. Seit dem sich die Menschen das erste Mal erhoben haben versuchen sie ihren Gefühlen und Gedanken einen Ausdruck zu verleihen, sie machen Musik, singen Tanzen und Malen. Man sollte meinen, dass dieses Erfahrungen und Erlebnisse genau das sind, wofür wir leben, das was Gott sich vorgestellt hat, als ES die Welt erschaffen hat. […

Teil 2: Was mich wütend Macht.
…] Doch es gibt einige, die davon überzeugt sind, dass Freude, Spaß, Liebe, Musik, Malerei und Tanz Gott erzürnt und Sünde ist.

Anstatt die Freude am Leben als das höchste Gut zu sehen, gehen diese Menschen davon aus, dass Gott strenge Regeln aufgestellt hat, die nur sie in der Lage sind zu deuten und es ihre Aufgabe ist diese Regeln umzusetzen, zu verbreiten und ihre Einhaltung zu kontrollieren. Dabei ist ihnen kein Mittel, kein Weg zu schäbig um ihre Ideologie von Gott durchzusetzen.

Protest Die extremen Glaubensauslegungen findet man in allen Religionen. An den sehr konservativen rechten Rändern der Katholischen Kirche, in Form evangelikaler Kreationisten, In der Orthodoxen Kirche, bei den extremen Lagern der Orthodoxen Juden und in den letzten Jahren verstärkt im Islam. So unterschiedlich sich die einzelnen Gruppen auch sehen und erscheinen, sind sie am Ende doch alle gleich. Sie arbeiten mit Angst und Unterdrückung und dem Durchsetzen ihres Glaubens mit allem Mitteln und wenn nötig auch mit Gewalt.

Und das ist was ich nicht verstehe und was ich mich täglich Frage. Warum ist es diesen Menschen so wichtig, dass alle genau nach ihren Vorstellungen leben? Warum sind sie davon überzeugt, dass Gott Homosexuelle, anders gläubige, Menschen die sich lieben aber nicht verheiratet sind, Musik, Tanzen, Singen, Freude und Spaß nicht mag? Was treibt diese Gruppe religiöser Menschen dazu allen die nicht in ihr Weltbild passen mit Hass und Gewalt zu begegnen?

Sind sie wirklich davon überzeugt, dass Gott es besser findet, wenn sie in seinem Namen vor liebenden Stehen und diese mit viel Gewalt anbrüllen, weil sie homosexuell sind? Sind diese Extrem Religiösen Menschen wirklich davon überzeugt, dass Gott es besser findet, wenn Frauen und Mädchen unterdrückt werden? Was treibt einen Menschen dazu anzunehmen, dass Gott es gut findet, wenn in seinem Namen Menschen die Musik machen, tanzen, singen und sich küssen getötet werden? Warum glauben die Anhänger von extremen Auslegungen einer Religion daran, dass Gott Bildung und Erkenntnis als etwas Schlechtes ansieht?

Genau das macht mich wütend. Dass diese Menschen nicht einfach ihre Religion leben, sondern andere dazu zwingen mit zu machen, genau an das zu glauben, was sie für die Wahrheit halten, die maßen sich an, zu wissen was ein Wesen will. Dass in der Lage ist ein ganzes Universum zu schaffen.

Teil 3: Anmaßung

Ich empfinde es als Anmaßend, wenn Menschen meinen zu wissen, was ein Gott will. Außer der Anmaßung finde ich aber noch schlimmer, dass die Führer dieser Form von Religion ihren Anhänger Versprechungen machen, sie ködern und unterdrücken. Ob es nun das Versprechen eines Paradieses ist, des ewigen Lebens, eine Vielzahl von Jungfrauen, oder die Wiedergeburt in einer höheren Lebensform, sie Machen versprechen von denen sie nicht wissen ob sie auch gehalten werden. In meinen Augen hat all das wenig mit Gott zu tun, mehr mit dem irdischen Machterhalt einer kleinen Elite.

Um diese Macht nicht zu verlieren, arbeiten alle Religionen mit Unterdrückung, Angst, der furcht vor dem Ungewissen, vor dem Tot. Dabei kommt immer eine Version der Unterwelt vor. Eine Negativer Version von Gott, einem Gefallenen, dem Bösen. Es ist immer ein Ort an den man kommt, wenn man sich nicht genauso verhält wie es Gott will. Doch was will Gott? Das wir uns gegenseitig töten bestimmt nicht und Menschen die sich lieben, egal wen und wie, will er bestimmt auch nicht ausstoßen und töten.

Teil 4: Gott und Humor.

Was ich genauso erschreckend finde, wie die Anmaßung zu wissen was Gott will, ist das Aberkennen, dass Gott Humor hat. Warum geht diese Gruppen immer davon aus, dass Gott kein Humor hat, kein Spaß kennt und nicht will, dass man mit ihm oder über ihn lacht? Wenn ich mir die Welt ansehe, dann ist sie voll von Witz und Humor. Bäume die Propeller bilden um sich zu vermehren, Hummeln die zu dick zum Fliegen sind und es trotzdem können, Schnabeltiere, die weder Ente, noch Otter sind. Warum haben wir Humor, wenn Gott es gar nicht will?

Ich bin mir sicher, sollte es Gott geben, dann hätte es eine Menge Humor, Ironie und Witz und würde als Schöpfer eines ganzen Universums über Jesus, Mohamet und Witzen über und mit Gott lachen können, oder einfach drüber stehen.

Teil 5: Texte über Gott.

Ich habe mich viel mit den Texten über den Monotheistischen Gott auf den sich Juden, Christen und Moslems berufen beschäftigt. Deshalb frage ich mich immer wieder, ob die Anhänger einer extremen Religionsauslegung auch schon mal in einen Text über Gott geguckt haben. Alleine das was bei den Christen Altes Testament heißt ist eine Ansammlung verschiedenster Texte aus einem Zeitraum, dass mehrere Jahrtausende überspannt.

Wenn es darum geht, dass Menschen ihre Erfahrungen mit Gott aufgeschrieben haben, dann habe ich kein Problem damit, wenn es allerdings so weit geht, dass sie meinen Gott hätte ihnen Diktiert, oder ihnen etwas direkt gesagt, dann habe ich schon meine Zweifel an dem Ganzen. Noch schlimmer wird es, wenn Menschen die teils über 5000 Jahre alten Texte wortwörtlich nehmen und sie nicht im Kontext ihrer Zeit sehen.

Hier ein kleines Beispiel um näher zu erklären, was ich meine. Bibeltext im Kontext seiner Entstehung. Man braucht gar nicht weit Blättern, da reicht es eine Bibel einfach nur aufzuschlagen.

Die Schöpfungsgeschichte.
Sieht man sich die ersten Seiten auf denen die Entstehung der Welt und die der Menschen beschrieben werden, fällt einem schnell auf, dass da was nicht stimmt, dass in der Schöpfung ein Wiederspruch ist. Denn es gibt es nicht die eine Geschichte, es gibt zwei. Aber welche ist die richtige?

In der  ersten Version erschafft Gott alles aus dem nichts, er lässt Wasser weichen und erschafft am Ende Mann und Frau zu gleichen Teilen nach seinem Ebenbild.

In der zweiten Version, ist alles staubtrocken und Gott erschafft den Menschen, also Adam aus Erde/Sand. Erst später erschafft Gott eine Begleiterin für seine Schöpfung und zwar aus einem Teil von ihm.

Es sind zwei so widersprüchliche Versionen, dass man spätestens ab diesem Punkt alles was noch kommt kritisch betrachten sollte. Denn nichts ist wie es scheint. Gott hat auf den folgenden Seiten viele Namen, er erscheint auf unterschiedlichste Weise.

Ich finde diese Geschichten spannend und die sind ein Wertvoller Schatz für alle Menschen. Die Aufzeichnungen, die man unter anderem in der Bibel findet sind Zeitdokumente, die viel über frühe Menschen und ihre Erfahrungen verraten, doch man darf nicht vergessen wann sie entstanden sind.

Ich bezweifle, dass man ablesen kann, wie Gott den Mensch, oder die Welt erschaffen hat, oder ob es ein Paradies gab. Was man aber sehr sehen kann ist dass, was die frühen Menschen beschäftigt hat. Denn die Geschichten sind viel älter, als ihre Aufzeichnungen. Die Fragen die mich beschäftigen sind z.B. warum war es den einen wichtig zu erzählen, dass Gott die Welt und alles was auf ihr lebt aus dem nichts erschaffen hat und dass das Wasser weichen musste und warum ist in dieser Version der Mensch Gottes Ebenbild und wurde zu gleichen Teilen als Mann und Frau geschaffen?

Was hat dazu geführt, dass es eine andere Schöpfungsgeschichte geben musste? Oder ist es die Erfahrung, die eine ganz andere Gruppe gemacht hat? Warum ist es den Menschen die die zweite Version erschaffen haben wichtig gewesen zu erklären, dass Gott den Menschen zunächst als Mann erschaffen hat und die Frau nur aus einem Teil des Mannes erschaffen wurde? Warum war es dieser Gruppe wichtig zu erzählen, dass die Menschen zuerst im Paradies gelebt haben und Gott sie von dort wegen eines Fehlverhaltens vertrieben hat? Wie kann es sein, dass in der einen Version Gott Mann und Frau als gleichberechtigte Wesen erschafft und in der Anderen wird die Frau untergeordnet und bekommt auch noch die Schuld für den ersten Fehler? Und was hat die Schlange in dieser Geschichte zu suchen?

Dies sind die Sachen, die Religionen und ihre Geschichten spannend machen, zu behaupten man könnte aus diesen und anderen Aufzeichnungen die Gott zugeschrieben werden erkennen was Gott will und wie ES so ist, ist einfach nur Spekulation und anmaßend. Das einzige was ich in diesen ersten Geschichten sehe ist, dass sie in einer Gegend entstanden ist, in der Wasser eine Bedrohung werden konnte, deshalb musste Gott das Wasser weichen lassen um Platz zum Leben zu schaffen. Für diese Menschen war es wichtig und notwendig dass alle zusammenhalten egal ob Mann oder Frau, deshalb auch die gleichberechtigte Abstammung von Gott.

In der Zweiten Version sieht es schon anders aus. Hier wird die Frau dem Man untergeordnet, sie wird erschaffen, um dem Mann zu dienen ihm zu helfen, erschaffen aus einem Teil von ihm, der nicht viel wert war und den er entbehren konnte. In der Gegend in der diese Version entstanden ist, muss Wasser etwas Wertvolles gewesen sein, denn hier ist auch die ganze Paradies Geschichte mit drin und die Erklärung warum die Frau nichts  zu sagen hat, denn sie ist die Schuldige und nur ein Teil vom Mann.

Dass man sich über die Erkenntnisse und Erfahrungen streiten kann, kann ich mehr als nur nachvollziehen, aber das man daraus ableiten kann was nun die Wahrheit ist und der Wille Gottes ist mein ein einziges Rätzel.

Teil 6: Religion und Bildung.

Diese Wiedersprüche und Erkenntnisse verdeutlichen aber, warum es gerade extrem Gläubigen und ihren Führern so wichtig ist, dass sie möglichst keine Bildung erhalten, es erklärt, warum den evangelikalen wichtig ist, dass ein Kreationismus unterrichtet wird und es ihnen ein Dorn im Auge ist, wenn die Bibel frei zugänglich ist. Es erklärt, warum diese Gruppen Angst vor einer Exegese und der kritischen Auseinandersetzung mit ihrer Religion haben und warum sie jeden unterdrücken oder sogar töten wollen, der nicht in ihr Weltbildpasst. Es könnte ihre Macht beschädigen.

Jemand der Homosexuell ist würde vielleicht rausfinden wollen, warum die Anderen seiner Gemeinschaft meinen, Gott würde ihn nicht mögen oder wollen. Eine Frau die wissen will, warum sie weniger wert sein soll als ein Mann könnte bei ihrer Recherche und dem Lesen der Gottestexte feststellen, dass es einen Wiederspruch gibt. Also ist es für die Führer wichtig aufzupassen, dass möglichst keiner versteht und erfährt, was in den Texten steht. Es hatte einen Grund, warum in der Katholischen Kirche sehr lange am Latein festgehalten wurde. Es erklärt, warum im praktizierten Islam die Suren möglichst im Antiken Arabisch nur rezitiert werden.

Es hat mit Macht und Machterhalt zu tun. Da ist kein Gott der eine Frau straft, nur weil sie mehr wissen will. Gott straft nicht weil eine Frau etwas anderes getragen hat als einen Mehlsack mit Guckloch. Gott straft auch nicht, wenn man sich aus Liebe Küsst. Gott wirft keine Blitze oder lässt das Land überfluten, weil zwei Männer zueinander gefunden haben. Alle Strafen und Vergehen sind von Menschen gemacht. Zunächst um ihre Erfahrungen zu sammeln und unerklärliche Phänomene und Ereignisse zu erklären, später um ihre Macht und politische Position zu untermauern.

Sollte es doch einen Gott geben, dann ist es alleine bei ihm festzustellen was richtig oder falsch war. Eins ist allerdings auf jeden Fall nicht richtig, sich anzumaßen Gottes Wille zu kennen.

Ich bin mir sehr sicher, dass sollte es Gott geben, ES bestimmt mehr Gefallen an Menschen hat die friedlich miteinander umgehen und seine Schöpfung mit all ihren Macken und Fehlern respektieren als an Menschen die anderen Ihren Willen aufzwängen und anderen Töten, weil die anders aussehen oder an etwas anderes glauben.

Teil 7: Aufklärung und Erkenntnis.

Was Erkenntnis und Verständnis angeht dürfen die Menschen Luther ruhig dankbar sein, dass er den Mut aufgebracht hat, die Aufzeichnungen, die zu seiner Zeit die Bibel darstellten noch mal zu revidieren, zu sortieren und vor allem zu übersetzen. Was für uns heute eine Selbstverständlichkeit ist, nämlich zu verstehen was man liest und das auch noch in der eigenen Sprache war im 16. Jahrhundert eine heikle Sache. Nicht nur, dass mit einer Übersetzung und der neuen Kanonisierung die damaligen Machtverhältnisse ins Wanken geraten sind, sie ermöglichten es vielen Menschen zum ersten Mal selbst mit ihren eigenen Worten zu lesen, was über Gott erzählt und aufgeschrieben wurde. Es ermöglichte die Aufklärung und die modernen Wissenschaften. Auch wenn Luther keinesfalls ein perfekter Mensch war, so war er für die Zeit und die Entwicklung der Menschheit eine wichtige Person.

Teil 8: Der fehlbare Gott

Durch die Übersetzung in unsere Sprache ist es uns unter anderem möglich festzustellen, dass Gott Fehler gemacht hat. In den Aufzeichnungen über die Erfahrungen der Menschen mit Gott stehen viele Beispiele. Deshalb kann man davon ausgehen, dass ein Höheres Wesen mit diesem Erfahrungsschatz Fehler kennt und verzeiht

Das war zwar nicht immer so, aber dazu musste Gott einen Lernprozess durchmachen. Strafte ES zunächst noch die Menschen mit Fluten und Feuersbrünste und Salzsäulen, so wurde Gott später friedlich und hat sich mit den Fehlern seiner Schöpfung abgefunden. Gott selbst hat in den Aufzeichnungen über ihn so viele Fehler gemacht und brauchte immer wieder Neuanfänge, dass er weiß wie schwer es ist eine Entscheidung zu treffen. Denn hätte er keinen Fehler gemacht, dann wären Fluten und Vertreibungen und die Entsendung des eigenen Sohnes nicht nötig gewesen.

Ab diesem Punkt darf man sich gerne Fragen welche Arroganz man braucht um zu behaupten, dass der Vertreter Gottes unfehlbar ist.

 Teil 9: Der gegen Gott, die Unterwelt.

Alle 3 Monotheistischen Religionen berufen sich auf denselben Ursprung und somit auf den gleichen Gott, nur haben sie alle eine andere Meinung darüber verstanden zu haben was Gott will. Was sie mit ihrem Ursprung alle gemeinsam haben, ist die Vorstellung eines Strafenden Gottes. Doch was ist mit der Unterwelt, der Hölle, ist die auch gleich? Gibt es da einen gemeinsamen Ursprung?

Eher nicht. Denn die Vorstellung vom Gegenpol zum Ewigen Leben und dem Paradies hat viele Gesichter und noch mehr Geschichten, es gibt viele Versionen und die Ursprünge sind eher regional und geschichtlich bedingt, was mit dem politischen Machterhalt einiger zu tun hat, um mit Unterdrückung und Angst eine Gefolgschaft zu kontrollieren.

Es gibt die Version mit dem Fegefeuer, gibt es anscheinend erst seit 12. Jahrhundert, Die Figur die wir Teufel nennen ist eine Mischform, vor allem ist eine Version durch die Gottheit Baal entstanden, dann ist in die Vorstellung einer Hölle noch viel griechische Mythologie vom Hades mit eingeflossen, man findet Teile aus der keltischen und Germanischen Mythologie und noch viele andere Einflüsse. Man findet in der Bibel hin

Teil 10: Extreme Religionsausrichtungen.

Zurück zum Anlass für diesen Text. Religion und die Auslegung extremer Strömungen und ihr Machthunger.

Bei meiner Begeisterung für Religion und ihre Ursprünge, so wie die Geschichte der Menschheit bin ich gerade in den letzten Tagen immer verstörter und fürchte mich vor dem was noch kommt.

Was war der Ursprung? Wie konnte es soweit kommen, dass sich Menschen im Namen ihres Glaubens selbst töten, um andere zu töten? Was war der Auslöser, dass sich sogar bei uns Menschen dazu berufen fühlen, in einen Krieg zu gehen, der nicht ihrer ist? Was hat dazu geführt, dass andere der gleichen Strömung meinen abends durch die Straßen zu ziehen um Jungen Menschen mit Gewalt ihre Moralvorstellungen zu diktieren?

Wären sie nur engagiert und würden über die Suchtgefahren von Alkohol und Glücksspiel informieren wäre die überhaupt kein Problem. Was es zu einem Problem macht ist ihr Auftreten und der wirkliche Grund für ihr Handeln. Bei einer reinen Information hätte der Informierte immer noch die Option sich selbst zu entscheiden, ob er informiert werden will oder nicht.

Was diese Gruppe so gefährlich macht ist ihr Erscheinungsbild, ihre Überzeugung. Sie treten als Exekutive auf, als Vertreter einer Gesetzesform die auf Gewalt und Furcht basiert. Wenn jemand als Gesetzeshüter auftritt, dann ist er davon überzeugt, im Recht zu sein, sogar wenn dieses das Verletzen und Töten von andersdenkenden vorsieht. Genau das haben wir bei der Scharia. Sie treten auf um klar zu machen, dass sie die Macht übernehmen und übernommen haben, zunächst noch harmlos, später dann mit Gewalt. So wird auf Menschen vor Diskotheken eingeredet, dass Musik verboten ist, Alkohol, Spaß, Liebe. Sie wollen nicht über ihre Gruppe informieren, sondern als Exekutive ihre Weltanschauung durchsetzen. Von hier ist es nur ein schmaler Grat vom reinen Gespräch über die Gefahren des Glücksspiels bis zur öffentlichen Hinrichtung eines jungen Mädchens das kurz zuvor zum ersten Mal ihren Freund geküsst hat. Von einem durch die Straßen patrouillieren, um Junge Menschen vor den Gefahren des Alkoholkonsums zu warnen ist es auch nur ein schmaler Grat bis die gleiche Gruppe anders denkende enthauptet.

Neben der seht gewaltbetonten Auslegung des Islams gibt es auch noch evangelikale Kirchen und Sekten und Orthodoxe Juden. Die einen stemmen sich mit aller Gewalt und Macht gegen aktuelle Bildung und Kenntnisse und verbreiten ein sehr konservatives Welt- und Gesellschaftsbild, die anderen bewerfen Menschen mit einem anderen Lebensmodel mit Steinen wenn sie am Sabbat arbeiten oder sich fortbewegen und werden aggressiv wenn Frauen sich nicht ihren Vorstellungen entsprechend kleiden, oder nicht im hinteren Bereich eines Busses sitzen.

Was all diese Extremisten dazu antreibt anderen Menschen mit aller Gewalt, egal ob Physisch oder Psychisch, ihr Lebensmodell aufzuzwängen wird mir ein ewiges Rätzel bleiben.

Teil 11: Der Schluss.

Ich habe für diese Menschen nur ein Kopfschütteln übrig. Ich kann nur an alle die Ihre Freiheit lieben nur raten „Wehret den Anfängen“ egal ob Extrem Rechts, Extrem Links, Extrem Religiös. Alles was Extrem ist, ist nicht gut, denn es beinhaltet immer, dass die Anhänger einer Extremen Gruppe keine andere Meinung oder Lebensmodel zulassen. Alles was nicht in die Weltanschauung eines Extremisten passt wird dieser immer mit Gewalt versuchen zu unterdrücken, oder auszulöschen.

Seit offen im Geist und im Herz, verschließt euch nicht vor dem unbekannten und bleibt neugierig. Die Welt ist viel zu schön, als dass man sie nur einer Wahrheit überlässt.

 

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