Foo, Flausch, Mimimi, OptOut, My Little Pony, Mumble, Dicker Engel?

Piraten Partei KommunikatiosproblemIrgendwo zwischen einer Hand voll Personen, die das Piratenbild in der Öffentlichkeit prägen und dabei vor allem an sich selbst denken, und unverständlichen Wörtern, liegt so etwas wie eine gute Idee, die Wahrheit und die Basis. Letzteres sollte es bei den Piraten eigentlich nicht geben. Gibt es aber, unter anderem wegen der besagten Hand voll, der Presse und dem Schubladendenken der meisten Menschen.

Natürlich weiß ich, dass ich aktiver werden und so direkt in das Geschehen eingreifen könnte, nur dieses aktiv werden ist im Grunde kaum möglich, wenn man sich nicht wenigstens eine paar Tage freinimmt um die Kommunikations-Infrastruktur der Piraten zu verstehen. Zu der speziellen Art zu kommunizieren gesellt sich noch ein spezielles Vokabular, dass so unverständlich ist, dass man es auf einem Treffen von Altphilologen, die nur Altgriechisch und Latein sprechen, einfacher hat. Technikaffinität reicht da schon lange nicht mehr aus.

Die bei den meisten Ortsgruppen wöchentlich stattfindenden Stammtische sind die simpelste Art, um mit Piraten in Kontakt zu treten. Man kommt schnell ins Gespräch und nach einiger Zeit findet man auch den einen oder anderen mit dem man sich auf einer Wellenlänge befindet.

Ab diesem Moment des ersten Kontaktes sollte man schnell bekannt geben, dass man einen Crashkurs in Mumble, Liquid Feedback und Twitter braucht und vor allem in die unstrukturierten und unübersichtlichen Mailinglisten. Vergisst man dies, wird es nahezu unmöglich einen Anschluss zu bekommen. Selbst wenn man es nicht vergisst und sich mit dieser Kommunikationsart ganz wohlfühlt, braucht es eine intensive Pflege durch einen selbst, um hier nicht den Überblick zu verlieren.

Eins ist mir inzwischen klar geworden, bei Twitter sind nicht die Piraten. Ja, bei Twitter sind Piraten und ja, man kann da so einiges mitverfolgen, aber man sollte sich nicht davon beeindrucken lassen oder gar glauben, dass das, was man da liest, die Politik der Piraten sei. Denn dann wird man schnell verzweifeln und der Partei den Rücken kehren. Die Piraten, die bei diesem Netzwerk aktiv sind und auffallen, sind nur ein kleiner Kreis. Da stößt man dann schnell auf abgehackte Sätze, immer wiederkehrende Floskeln, komische unverständliche Wörter und gewinnt den Eindruck: Ah, das sind also die Piraten. Wie bei allen Machthungrigen scheint es auch hier wichtig zu sein, die Basis, den Pöbel und das einfache Volk, durch eine eigene Sprache auszuschließen. Damit trotzdem jeder glaubt, er/sie gehöre dazu und er/sie werde am Geschehen beteiligt, posten die Mitglieder dieses Kreises neben Foo, mimimi und My Little Pony Bildern gerne mal über Flausch und vor allem über Transparenz. Meistens verbirgt sich aber gerade hinter dem berühmten Transparenz-Tweet eher belangloses Zeug, was in die Kategorie Augenwischerei gehört. Auch hier wäre weniger meistens mehr.

Und schon bin ich an dem Punkt, der mich seit Wochen beschäftigt und längere Zeit mit mir hadern ließ, ob die Piraten wirklich noch meine Partei sind.

Irgendwo zwischen weltfremden übertrieben häufigen Auftritten in Print, Funk und Fernsehen und diesem unverständlichen Twitter Vokabular liegen meine Zweifel. Ich habe einfach irgendwann den Anschluss verloren. Mein E-Mail Postfach, auf dem die Mailinglistenbeiträge eintreffen, habe ich mangels Zeit irgendwann einfach nur noch geleert statt weiter zu verfolgen. Die Stammtischtreffen zu besuchen war aus beruflichen Gründen nicht möglich und Mumble ist so unübersichtlich und benutzerfreundlich wie ein Verwaltungsgebäude ohne Türschilder, außerdem habe ich zumindest noch ein Leben neben den Piraten und meinem Beruf, wodurch ich schlichtweg keine Lust habe, 10 Stunden am Tag Twitter und Mailinglisten zu lesen und abends auch noch rum zu mumblen. Liquid Feedback lasse ich hier mal ganz außen vor, das würde den Rahmen einfach sprengen. Zurück zum Thema, Kontakt zur eigenen Partei halten über besagte soziale Netzwerke, wobei mittlerweile asoziale Netzwerke das Ganze eher beschreibt. Geblendet durch die Hand voll Piraten, die zu den Intensivtätern bei Twitter gehören, wurden mir die Piraten immer fremder. Ich habe kaum noch etwas verstanden. Es tauchten immer wieder und immer häufiger Begriffe wie Foo, Mimimi und Flausch auf, gekoppelt mit Grünen-Bashing, FlauschCon, Parteitagen deren Endungen immer …Bings sind und einem Gaul der Firma Hasbro. Der Endpunkt der Unverständlichkeit war erreicht, als der Begriff OptOutDay meine Twittertimeline kreuzte. Bis dahin habe ich gedacht, ich könne halbwegs passabel Englisch, doch da war einfach Schluss. Ich habe kurz das Suchmaschinen-Orakel befragt und wurde fündig. Wie momentan fast alles bei den Piraten verbirgt sich dahinter eine tolle, wichtige Idee. Aber: PR Arbeit Note 6. Die FlauschCon wurde noch schlechter kommuniziert und ich weiß bis heute nicht was das sein soll und wozu.

Dabei ist gerade ein Thema wie der OptOutDay bestimmt für die meisten potenziellen Wähler ein wichtiger Punkt. Doch leider werden sie davon nie erfahren, weil sie durch die Sprache und PR Arbeit der Piraten ausgeschlossen werden, oder einfach nichts erfahren werden.

Ich weiß nicht woran das liegt. Ist es die Arroganz der Prominenz, frei nach dem Motto: ‚Wir sind die, die ihr sucht, jung dynamisch und hip, jetzt passt euch uns an, denn wir sind die Zukunft, wir verstehen den Zeitgeist.‘? Oder ist es eine Betriebsblindheit, gekoppelt mit Weltfremdheit, die aus einer übertriebenen Weltoffenheit resultiert?

Klingt für einige wahrscheinlich total paradox, aber nur weil man deutsche Begriffe nutzt, um nach außen zu kommunizieren ist man noch lange nicht national. Doch wenn man andere durch seine Sprache ausgrenzt, treibt man einige zu denen, die es wirklich sind. Denn was die Extremisten aller Seiten wirklich können, ist einfache Gemüter mit einfachen Parolen abzuholen. Nicht dass ich jetzt möchte, dass das Niveau der Piraten auf diese Stufe absinkt, aber man sollte sich häufiger mal überlegen, wie das Verhalten der Piraten von außen wahrgenommen wird. Ist es verständlich? Wer soll erreicht werden?

Es mag ja Werbe-, Marketing- oder Kapitalistenverhalten sein, wenn man ab und zu einen Zielgruppentest macht. Aber es hilft gewaltig, wenn man die befragt, die man erreichen will. Und nein. Parteiinterne Basisdemokratie gehört nicht dazu, denn die Aktiven sind schon dabei, die muss man nicht mehr erreichen, die haben einen Einblick ins Innere und können selber den Mund aufmachen, wenn Sie das Bedürfnis danach haben.

Hier schon mal ein kleiner Ausblick auf das, worauf ich überhaupt hinaus will.

Wenn man Menschen erreichen will, reicht es nicht, dass man in der Öffentlichkeit cool und hip ist und einen Zeitgeist mit ein Paar Floskeln trifft. Das verpufft irgendwann. Also jetzt, sozusagen. Die ersten, die durch die coole Art der Piraten bei Ihnen gelandet sind, bzw. ihr Kreuz auf dem Wahlzettel, verschwinden schon wieder. Und damit meine ich nicht diese blödsinnigen Sonntagsfragen. Die sind solange heiße Luft bis Wahlen sind.

Um Menschen, Wählern, die eigenen Ideen nahe zu bringen, sollte man ihre Sprache sprechen und nicht vor Arroganz dem Pöbel gegenüber eine eigene Sprache erfinden oder glauben, dass man Teil einer internationalen Bewegung sei und eh schon jeder English könne oder diese Begriffe so normal seien, dass sie jeder versteht, bzw. verstehen muss, denn man selbst versteht sie ja auch.

Die Piraten haben gute Ideen, sie sind nur nicht in der Lage diese zu kommunizieren. Kleiner Tipp, PR Arbeit geht nicht basisdemokratisch, da kommt nur Müll bei raus. Deshalb orakele ich mal hier für die Bundetagswahl 2013 Piraten 3 – 4%, FDP 6-9%, aber nicht, weil die die besseren Ideen haben oder noch bessere Geschenke versprechen als die Mövenpicksteuer, sondern weil sie sich jemanden suchen, der in der Lage ist mit normalen Mensch zu kommunizieren.

Zur besseren Kommunikation gehört auch ein Rhetorik Kurs so was ist teuer, sollten die Partei aber ihren Vertretern spendieren, bevor sie unvorbereitet in Sandalen im Fernsehen auftreten lassen. Mir privat ist das scheiß egal, was wer wann wo anzieht. Nur Lieschen Müller, die hört dann nicht mehr hin, die sieht nur noch HIPPIE und fertig. Wenn dann noch ein Latzhosenträger (T’schuldigung, muss aber gerade sein, im Grunde halte ich ihn noch für einen der ehrlichsten und fähigsten in Berlin) mit Kopftuch in einer Talkschow Wörter wie mimimi verwendet, um andere Parteien oder Ihr Verhalten den Piraten gegenüber zu beschreiben, dann katapultiert man sich damit ins politische Aus. Ab da sieht der normale Bürger nur noch einen unverständlich sprechenden, respektlosen Schuljungen den man nicht wählen kann.

Ich selber halte Menschen denen nur dass äußere Erscheinungsbild wichtig ist für blöd, aber so funktioniert unsere Gesellschaft leider noch immer.

Für die Fehltritte und das rhetorische Scheitern in einigen Talkshows kann keiner der Piraten etwas, dort sitzen und Faden verlieren oder nicht mehr wissen, wie sie auf etwas reagieren sollen. Solche Situationen muss man üben. Dafür gibt es Kurse, Seminare und in besonderen Fällen Einzelunterricht. Und genau solche Kurse sollten die Piraten Ihren Vertretern spendieren. Ich habe an solchen Tagen, wenn ich solche Talkshows gesehen habe oder ein Interview gelesen habe meistens den Eindruck, dass wir, die Piraten ein Haufen Egoisten sind, die unsere gewählten Parteivertreter alleine lassen um anschließend über sie herfallen zu können und uns tierisch selber zu bemitleiden in einem riesen Twitter foo/flausch, was auch immer, denn ich verstehe diese Wörter einfach nicht.

Bis man herausfindet, was Mumble und der Dicke Engel ist verstreichen oft Monate, kommt ja von sich keiner auf die Idee einem „Neuen“ so was zu erklären. Da muss man schon selber drauf kommen, dass die Hauptkommunikation über dieses Software WalkiTalki abgehalten wird. Mumble habe ich irgendwann verstanden, dass finden des Programms, so wie das Installieren und Einrichten waren dann der andere Teil.

Die Webseite

Anstatt eine grafisch attraktive und übersichtliche, repräsentative Webseite zu haben auf der knapp alle nötigen Informationen zu finden sind, so dass sich Wähler und Interessierte schnell Informieren kann, wird man als Besucher von einem einer Informationsflut erschlagen, die Masse an zu bewältigendem Inhalt scheint unendlich. Das fängt schon auf der Startseite an, zu viele Informationen die scheinbar unstrukturiert auf einen einprasseln.

Wiki ist super, die Inhalte der Seite sind wichtig. Hier währe es aber besser eine Zwei seiten Lösung zu finden, eine repräsentative für Interessenten und als PR Objekt und eine zweite in unmittelbarer Nähe für Mitglieder und die, die gerne mehr wissen wollen.

Partei Strukturen / Posten:

Ja, die Idee ist toll alles über Ehrenamtliche zu lösen, aber es ist nur eine gute Idee und funktioniert nur solange man eine Kleinstpartei ist, die höchstens zur Belustigung in der Presse auftaucht und nur solange man nichts zu verlieren hat.

Doch das ist mittlerweile anders geworden. Wir haben etwas zu verlieren, unsere Stimmen, unsere Bekanntheit, unsere guten Ideen, die viele mangels PR einfach nicht kennen.

Ab diesem Punkt sollte auch noch der basisdemokratischste Fundi verstanden haben, dass jemand, der die Partei in der Öffentlichkeit vertritt, unser aller Unterstützung braucht.

Und ja, auch finanziell.

Marina Weisband war ein Glückstreffer. Der Erfolg der Piraten ist nicht zuletzt ihrem rhetorischen Können und ihrem sympatischen Auftreten zu verdanken. Sie war das Gesicht der Piraten. Damit diese Erfolgsgeschichte so weitergehen kann, darf man aber nicht davon ausgehen, dass das jeder so talentiert ist. Da helfen kein Spitzenabi und auch keine coolen Tweets, in denen man sinnlose Wörter zu trending topics macht. Wenn man es nicht von sich aus kann, dann braucht man Hilfe und Unterstützung. Denn die Anderen in diesen Talkrunden haben vielleicht komische Gedanken oder ungerechte Ideen, aber sie können diese der Welt so verkaufen, dass sie schön werden.

Mag ja sein, dass viele etablierte Politiker viel um den heißen Brei reden, doch mit dem unvorbereiteten Auftreten einiger Piraten ist man PR-technisch auf Steuber-Transrapid-Niveau. Schulungen im Bereich Rhetorik und PR können da sehr hilfreich sein. Das ist sozusagen Verbal-Karate. Es hilft einem, wenn man es braucht. Auch um über den Satz, den man wirklich sagen will, erst einmal nachzudenken. Es ist nicht einfach Denkpausen mit Floskeln zu überbrücken, die intelligent klingen, aber genau in diesen Momenten überholt der kleinste Kommunalpolitiker der etablierten Parteien jeden Spitzenkandidaten der Piraten.

Den Eindruck, den man im Moment bei Twitter und Facebook von den Piraten gewinnt, ist ein ca. 30 Jahre alter Hippie mit buntem Spielzeug Pony, der viel Zeit damit verbringt den neusten coolen Trendbegriff bei Twitter zu kreieren, sich am liebsten mit sich selbst beschäftigt und dabei möglichst aufpasst alles ultra transparent zu gestalten, vor allem aber sein Sexleben und seine Nahrungsgewohnheiten. Doch da reicht ein Anhänger mit Glasscheiben, in dem man mal ein paar Nächte verbringt, nicht aus. Und nein, im Landtag ist nicht das Wichtigste, dass die Serverstrukturen so umgebaut werden, dass jedes Nasepopeln live und TRANSPARENT mitzuverfolgen sind. Nachdem die NRW-Piraten in den Landtag eingezogen sind, konnten unsere Vertreter in Düsseldorf kaum ihre Räume suchen ohne dass alle paar Minuten irgendwo ein Foo Mimimi tweet auftauchte, dass man noch nichts sehen oder hören kann und dass das so überhaupt nicht transparent sei.

Liebe Piraten ohne eigenes Leben, die jede Sekunde der 20 Piraten mitverfolgen müssen: Die Landtagsabgeordneten können wesentlich effektiver arbeiten, wenn sie sich nicht ständig um so einen belanglosen Mist kümmern müssen, lasst sie doch bitte erst ihre Arbeit machen, oder wenigstens da ankommen.

Natürlich will auch ich wissen, wie das funktioniert und was so geschieht. Aber es ist nicht das Wichtigste. Es ist nur ein Add On. Und transparenter wird dadurch auch nichts, denn Lobbyisten-Treffen wird man kaum dadurch verhindern, dass jede Sekunde übertragen wird. Und das ist auch gut so. Nicht das mit den Lobbyisten, aber dass es noch so was wie Privatsphäre gibt.

Was die Fraktion angeht und die Arbeit der Abgeordneten, so ist das im Moment meine Versöhnungsquelle mit den Piraten. Nach einem im WDR übertragenen Beitrag aus dem Parlament wusste ich wieder, warum ich die Piraten gut finde. Doch leider können die Piraten, die sich in den Landtagen befinden, gar nicht so viel arbeiten und ein positives fundiertes Piratenbild in der Öffentlichkeit erschaffen, wie es durch Ponys, blöde Wörter (Foo, Mimimi, -bings) und dumme Bilder über offizielle Kanäle wieder kaputt gemacht wird.

Leider schaffen es aber dann aber auch einige der Abgeordneten ganz alleine über das Ziel hinauszuschießen. Auch wenn es ein interessantes politisches Experiment ist, einen Fraktionszwang abzuschaffen oder erst gar nicht zu haben, so sollten die gewählten Vertreter bevor sie eine Anzeige gegen einen amtierenden Minister stellen, diese Handlung zumindest in der eigenen Partei oder Fraktion absprechen. Denn mit dem Einzug in den Landtag seid ihr mit solchen Handlungen nicht mehr als Privatpersonen unterwegs. Da wird schnell die Meinung einiger weniger Piraten von der Presse zur Parteimeinung deklariert.

Die Piraten sollten vielleicht den kommenden Parteitag in Bochum nutzen, ein wenig an ihrer Kommunikation zu arbeiten. Ein Anfang wäre gemacht, wenn bei Twitter nicht kryptische Begriffe wie #PBPT12.2, oder #Bochumbings auftauchen. Damit macht man sich nicht nur lächerlich, man schließt auch alle aus, die nicht ‚Piratisch‘ können.

Zusatz zum Grünen-Bashing.

Ich weiß bei vielen ist das total hip über diverse Netzwerke die Politik der Grünen vorzuführen. Gerade wenn sie unpopuläre Entscheidungen treffen oder aus Piratensicht etwas falsch gemacht haben. Jedesmal wenn ich sowas bei Twitter sehe, denke ich nur an den Spruch „Hochmut kommt vor dem Fall“. Anstatt einen zukünftigen Koalitionspartner zu beschimpfen, wäre es vielleicht sinnvoller, sachlich darauf hinzuweisen, dass man eine andere Meinung vertritt. Denn die Grünen haben nicht nur den Weg für eine Partei wie die der Piraten geebnet, die haben auch Dinge erreicht, von denen die meisten Piraten nur träumen können. Dazu gehört auch in 15 Jahren an einer Bundesregierung beteiligt zu sein.

Es wird Zeit, dass die Piratenpartei jetzt lernt mit der Außenwelt zu kommunizieren und ein wenig bescheidener aufzutreten. Es müssen klare Kommunikationsstrukturen entstehen, so dass nicht gleich jeder Pressevertreter bei einer Meinung hinter der ‚Piratenpartei‘ steht, annimmt, dass diese das offizielle Bild und die Meinung der Partei wiedergibt. Ich erinnere da nur an den Flyer der Atom-Piraten. Denn wenn dass die offizielle Piratenpartei Meinung zum Thema Atom Energie ist, dann gute Nacht.

Neue Mitglieder müssen besser in die kryptischen Kommunikationsstrukturen eingeführt werden, da reicht das Anlegen einer E-Mail Adresse nicht aus.

Jetzt dürft Ihr hier kommentieren wie ihr wollt. Danach entscheide ich ob die Piraten noch meine Partei sind oder ob ich nur ein Träumer war, der die guten Ideen gesehen hat, sie nun aber bei Anderen in der Wirklichkeit wiederfindet.

[ich werde den Text in den nächsten Tagen noch ein wenig überarbeiten und die Rechtschreibung nachbessern]

[Ergänzug zum Bild in der Öffentlichkeit: PR Bild der Piratenpartei]

 

27 Gedanken zu „Foo, Flausch, Mimimi, OptOut, My Little Pony, Mumble, Dicker Engel?

  1. Uff, das ist aber ein langer Blog-Beitrag. Aber ich denke ein guter Denkanstoß. Danke dafür. Inhaltlich denk ich derzeit auch oft in die Richtung, auch wenn es schwierig durchzusetzen ist, und vielleicht auch teilweise einigen unserer Grundsätze widerspricht. Fürchte aber, dass wir so langsam am Scheidepunkt stehen, und die Weichen in die richtige Richtung stellen müssen.

    • Vielleicht müssen sich dafür einfach nur die Leute finden, die sich dafür einsetzen, dass alles barrierefrei nicht nur im Sinne von Behinderten wird.
      Es gibt da ja auch schon Strömungen, wie das Grundsatzprogramm in einfacher Sprache. Eine Broschüre für Neupiraten, wo die einzelnen Informationsquellen erklärt werden, könnte auch helfen. Die könnte direkt mit dem Mitgliedsausweis rausgehen und zur Sicherheit auch schon am Stammtisch dabei sein. Vielleicht auch mit Empfehlungen, denn ich kann Sebastians Problem mit dem Informationstsunamie verstehen. Für Neupiraten und andere muss es einem Tsunamie gleichkommen, denn auch für gestandene Mitglieder ist es nicht leicht alles nachzuvollziehen und überhaupt erst mitzubekommen.
      Ich weiss oftmals nicht, wie die anderen das machen, aber um die zwei Mailinglisten zu verfolgen und alles zu lesen bräuchte man täglich wohl 2 Stunden.

      Schwierig, aber meiner Meinung nach doch machbar. Man könnte im eigenen KV damit anfangen.

      • Vielen Dank für diese ausführliche und weitgehend zutreffende Einschätzung der Situation. Zum Glück gibt es auch viele Normalos unter den Piraten. Erst wenn die Ideen der Piraten von den anderen ansatzweise aufgenommen wurden, wird es schwierig für die Piraten. Das Rennen hat schon begonnen und die Piraten wirken wie ein Katalysator.

  2. Der Beitrag gefällt mir insgesamt sehr gut und es würde sich für jeden Piraten lohnen, ihn als „Checkliste“ durchzugehen. Einiges ist überspitzt oder subjektiv, anderes machen wir in SH längst (regelmäßige Schulungen zu den Kernwerkzeugen der Piraten, Neupiratentreffen…) und ein paar Dinge passen einfach nicht zu den Piraten, was aber nicht heißt, dass man keine Mittelwege finden könnte.

    Mumble ist, in 30 Minuten erklärt, sehr gut zu bedienen und es bietet einen so enormen Gegenwert. so dass man es als Pirat definitiv beherrschen *muss*. Der Gegenwert besteht in den Sitzungen, für die niemand quer durch das Flächenland oder durch die Bundesrepublik zu fahren braucht, in den spontanen Zusammenkünften und den dadurch möglichen Verknüpfungen untereinander.

    Eigene Elemente in der Sprache entwickeln sich in allen Gruppen und es ist einerseits witzig und erzeugt ein positives Gefühl der Zusammengehörigkeit, andererseits führt es auch zur Ausgrenzung anderer, das ist richtig.

    Auch in der zu extremen Anwendung englischer Begriffe, deren Bedeutung sich auf Anhieb oft nicht mal demjenigen erschließt, der Englisch kann, sehe ich als Problem…nicht nur der Piraten, sondern der gesamten Netzgemeinde, die der Öffentlichkeit verdeutlichen möchte, warum die Freiheit des Internets so wichtig ist.

  3. Danke für die Analyse.
    Mein Beispiel: In MV treibt der LaVo die Arbeit auf demGebiet der IT soweit, dass die Mitglieder schon nicht mehr mitkommen.

  4. Danke. Volle Zustimmung (bis auf die Parteitags-Hashtags, die sind mir sympathisch). Will ganz viel dazu schreiben – aber belasse es bei einem einfachen DANKE und arbeite weiter. Damit ich meinen kleinen Beitrag dazu leisten kann, dass es nicht so bleibt wie Du oben so treffend beschreibst. Und nochmal: Danke.

  5. größtenteils gute Bestandsanalyse, aber in den Handlungsempfehlungen dann halt wieder so vage, dass es nicht viel verändern wird.
    Mit etwas Glück überdenken ein paar Leute ihre Erwartungen und ihr Verhalten, ja.
    Aber wer soll die ganze Arbeit leisten, die du da oben so leichtfertig skizzierst? Ich sehe zumindest bei mir in der Gegend hierfür viel zu wenig „Basis-Engagement“ und Geld für bezahlte Kräfte haben wir auch nicht – gut, das sieht bei Euch in NRW vermutlich langsam anders aus.

    Deshalb: Netter Text, benennt vieles, aber ich bin hinterher noch immer genauso schlau wie vorher.

  6. Lieber Sebastian – danke für den letzten (aber wohl nicht [aller//]letzten) Artikel über die Piraten, den ich lese.
    INTERAKTIVE INTEGRATIVE InformationsStruktur – das ist, was dem WIKI/.. fehlt. Twitter und so ist nur ein Umweg. Also ne Update-AJAX Page. Mit LIKE-Button und FLATTR und so.
    STIMMEN ZURÜCKZIEHEN – sollte man nicht nur in LQFB, sondern auch überhaupt BEIM WÄHLEN können. Und auch Negativ wählen.
    Dann gäbe es die PöstchenPSYCHOsen nicht so.
    Und aggregiert jede Woche lokal, Monat regional, Quartal national abstimmen.
    Am (internen!!!) WAHLRECHT scheiterte die PirPar bisher – und histrionische Hedonisten ab Afelia wären dann nach 2 Wochen weggeLOLt worden. So wurde TittenBonus getrollt.

  7. Was nützt Transparenz, wenn man nicht eindringen kann, um näher zu betrachten und Details zu studieren.
    Niedrigschwellige Zugänge in demokratischer Sprache, speak simpel ist die hohe Kunst.
    Danke, guter Beitrag, und Danke, dass Du es jetzt schreibst, und nicht erst nach Austritt.
    Guter Gedanke, bei Dokumentaionen/Websites zwei Ebenen zu schaffen, Konsumer-Ebene und Bearbeiter-Ebene.

  8. Abgesehen davon, dass dies ein unwahrscheinlich langer Blog-beitrag ist, den ich nur mit Mühe bis zu Ende gelesen habe, ist dein Bild einfach zu einseitig.

    Das erste Gebot: Jeder kann fragen, wenn er etwas nicht versteht!
    Das zweite Gebot: Man muss nicht unbedingt alles verstehen!
    Das dritte Gebot: Außer konstruktiver Kritik brauchen wir auch konstruktive Mitarbeiter (anstelle deinen Blog zu schreiben, hättest du bei den Piraten helfen können, etwas zu verändern).

    Natürlich finde ich es auch unglücklich, wie gewisse Parteimitglieder in der Öffentlichkeit auftreten und welche Sätze sich aus deren Mund schleichen, aber niemand ist perfekt. Ich finde es schön als Pirat nicht perfekt sein zu müssen. Ich finde auch die tools der Piraten nicht kompliziert und habe mal nur aus Neugier – wollte überprüfen ob es noch mehr gab als ich kannte – an einer Info-Veranstaltung über die Medien der Piraten teilgenommen. Aber es gab da nichts Neues. Man kann sich also bei Interesse leicht einarbeiten. Wir haben hier in Hamburg auch ein Mentorenprogramm für Neumitglieder (erkläre gerne, wenn du nicht verstehst, was das ist) – aber kaum jemand nimmt das wahr! Zu guter letzt: ich bin über 60 und PIRAT mit IT-Interesse, aber keiner IT-Ausbildung.

  9. > Jetzt dürft Ihr hier kommentieren wie ihr wollt.

    Das kommt _sehr_ hochmütig rüber. Schonmal einen Rhetorikkurs gemacht?

    > Danach entscheide ich ob die Piraten noch meine Partei sind

    Das entscheidet jeder Pirat täglich selber.

    Doch je mehr „Prominenz“- und Altpiraten wie Du die Austrittsdrohung als moralischen Zeigefinger in der Öffentlichkeit benutzen, desto mehr aktive Piraten werden tatsächlich untätig oder wenden sich komplett ab.

    Lob für gute Arbeit und Kritik an verbesserbaren Dingen sind hingegen notwendig.

    Flausch und Shitstorm hingegen sind unnötige Warzen an beiden Enden der Kommunikationsskala.

    Doch jedes „Ich werde austreten, wenn nicht…“ ist fundamental noch moralzersetzender, als jedweder #flausch oder #shitstorm. Geht schweigend, oder arbeitet laut über produktive piratige Dinge, das ist meine Bitte.

    Dein Text war gut und wichtig in Bezug auf die Verbesserung der Einbeziehung von Neupiraten und einfacherer Vermittlung der Kernthemen:

    Wir wollen wieder wissen, was in den Rathäusern und Parlamenten dieses Landes passiert!

    Wir wollen wieder mitentscheiden, wofür die Steuergelder verwendet werden!

    Wir wollen gute Lernbedingungen.

    Transparenz, Basisdemokratie und Bildung.

    Die Kernthemen sind das ins Grundsatzprogramm gemeisselte Verbindende.

    Und wenn man sich zu verlaufen droht, dann muss man einfach hier und da mal innehalten und sich wieder auf das Wesentliche konzentrieren, z.B. die Kommunikation der Kernthemen.

    • Mein Hinweis auf den Fehlenden Rhetorikkurs war nicht als Kritik an denen gedacht, die PR Arbeit machen, sondern als Kritik an uns allen. Der Gedanke dahinter war, dass wir unsere Mitglieder, die in der Öffentlichkeit stehen besser unterstützen sollten. Und das mit allen Mitteln. Zum Beispiel mit einem Rhetorikkurs. Einfach nur, damit sie auf Politik Talk Runden besser vorbereitet sind. Ich habe in der Vergangenheit einfach zu häufig fähige Piraten mit guten Ideen in solchen Runden scheitern gesehen. Und das nur, weil die Anderen durch ihre Erfahrung viel entspannter an die Sache rangehen können. Es ist nun einmal nicht damit getan jemanden als Vertreter zu wählen, wenn er oder sie dann alleine gelassen wird.

  10. Ein sehr treffender Kommentar, ich hielt die Piraten anfangs auch für eine Alternative. Aber wenn man sich näher damit beschäftigt stellt man schnell fest, das sie es nicht sind. Und genau das ist der Punkt. Sie haben sich zwar den Status einer Partei gegeben, doch sind sie viel mehr eine Art Jugendbewegung die irgendwie gegen alles ist aber nichts konkretes will. Parteien bilden sich durch den Zusammenschluss von Menschen, die ähnliche Ziele verfolgen. Bei den Piraten schließen sich viele mit unterschiedlichsten Zielen zusammen um dann daraus irgendwie einen Konsens und eine gemeinsame Position zu entwickeln. Was allerdings nur selten klappt und wenn dann auf Basis des kleinsten gemeinsamen Nenners. Das reicht nicht um Politik zu machen. Ich kann’s ja verstehen, im Jugendlichen Alter dachte ich auch, ich hätte die Weisheit eimerweise gefressen und die Lösung für den Weltfrieden. Die Realität war nur, dass ich keinen Plan von nix hatte. Mir scheint, diese Erkenntnis setzt sich, zumindest vereinzelt, nun auch bei den Piraten durch. Wird langsam Zeit. Eine Partei, die parlamentarische Verantwortung auf Bundesebene übernehmen will kann und darf nicht antwortlos sein auf alle in dieser Ebene auftauchenden politischen und gesellschaftlichen Fragen. Jeder Abgeordneter muss jederzeit sprechfähig und sprechbereit sein. Das klappt ja bei anderen Parteien auch. Ich stell mir vor wie es wohl auf einem Segelschiff mit Piraten wäre, die geradewegs auf einen Eisberg zusteuern. Muss der Kapitän da auch zur Kursabweichung erstmal ne LiquidFeedback Initiative der Basis einholen? So funktioniert nicht nur Politik nicht, auch das Leben nicht. Aber auch Piraten werden älter und lernen dazu. Nur dann sind’s keine Piraten mehr. Mein Voting: Pirates for APO (außerparlamentarische Opposition)
    Grüße

    • Hallo Franky, sehe ich völlig anders. Die Piraten spiegeln in ihrer Zusammenstellung die Gesellschaft wie jede andere Partei auch. Es sind Alle vertreten. Und es eint sie ein paar Sachen: der Wunsch nach mehr Beteiligung und Bürgernähe in der Politik, weniger Regulierungen bis ins Privatleben hinein und bessere Netzpolitik. Daß natürlich jeder seine Wünsche projeziert und versucht, sich einzubringen, erklärt sich bei einer Partei von selbst, in der die Hürden zum Mitmachen minimal sind.

  11. Danke für die vielen Kommentare. Ich würde gerne in einer Gruppe arbeiten, die an einem Bundeseinheitlichen PR auftreten arbeitet. So dass sich Piraten, z.B. Pressevertreter wissen an wen sie sich wirklich wenden können wenn sie Informationen brauchen, aber auch damit Piraten die in der Öffentlichkeit stehen eine zentrale Anlaufstelle haben die Ihnen hilft und sie unterstützt. Die Gruppe müsste allerdings sehr schlank sein. Damit schnell Entscheidungen getroffen werden können und man schneller auf Situationen Reagieren kann.

      • Ich meine nicht, dass diese Gruppe ungewählt sein soll. Und ja es währe am Ende eine privilegierte Stellung. Wenn die Gruppe so zu Stande käme. Ich halte eine solche Anlaufstelle aber trotzdem für wichtig und notwendig. Es geht darum eine Stelle zu schaffen, an die sich alle Wenden können wenn es um Öffentlichkeitsarbeit geht. Ich habe interesse daran so etwas mit zu erschaffen, reiße mich aber nicht darum so einen Job zu machen, denn der währe extrem Arbeitsintensiv. Die Mitglieder dieser Gruppe müssten permanent Strömungen und Meinungen sammeln, analysieren und Verbreiten. Aber so wie es im Moment ist geht es einfach nicht. Wenn ich auf die Facebook seite der PP gucke kommt mir dass ganze wie der Private Spaßkanal einiger weniger vor. Die Idee die z.B. Hinter einer solchen Anlaufstelle steckt ist die, dass ein Vertreter der in eine Talkshow geht sich noch mal schnell ein paar Informationen holen kann. Und dass ohne die jeweiligen einzelnen AGs und Gruppen abzuklappern.

    • Es hat sich ja schon viel getan: Liquid Feedback Schulungen flächendeckend (erklärtes Ziel!), WIKI-Schulungen, die sogenannten Patenschaften für Neupiraten, diverse Videoeinführungen zu Mumble/Twitter/LQFB, Parteiprogramm in einfacher Sprache, Podcasts (Barrierefreiheit) und und und. Wenn du in der Richtung PR/Presse/ÖA mitmachen willst, nimm an den wöchentlichen Sitzungen der SG Presse teil und in deinem Bundesland gibt es sicher auch eine AG Öffentlichkeitsarbeit. Ansonsten setze die Ideen einfach in deiner direkten Umgebung selbst um, berichte davon und helfe uns, überall zu schulen, aufzuklären und zu helfen.

      Von alleine passiert nix und es wird auch nicht besser.

      Hier sehe ich für mich den Sinn in der Piratenpartei. Wenn ich das lebe und in meinem Rahmen umsetze, was ich von der Politik fordere, habe ich gewonnen. Und das täglich. Und mit Spaß. Natürlich jeder, wie er kann und möchte.

  12. Pingback: PR Bild der Piratenpartei | Sebastian Niemann

  13. Vielen herzlichen Dank für diese deutlichen, ehrlichen und durchdachten Worte. Es wird nicht einfach, dies so oder so ähnlich durchzusetzen und eine gewisse Authentizität möchte ich gar nicht weg-schulen. Aber die wichtigsten Punkte, die man mit Bürgern und Neupiraten beachten MUSS, hast du einwandfrei angesprochen und aufgedröselt. Ich werde es mir stichwortartig rausschreiben und als Schulung im KV Düsseldorf anbieten.

  14. Vielen Dank für den Blog! Ich kann dir bei fast jedem Punkt recht geben. Sowohl in der Kritik als auch in den Verbesserungsvorschlägen. Packen wirs an!

  15. Dank fuer der Beitrag. Ich denke, in vielen Punkten hast Du recht. Aber vielleicht liegen die Probleme, die wir momentan haben, an den inneren Widerspruechen der Ziele in der Partei.

    1. Wir wollen eine Mitmachpartei sein, bei der die Meinung jedes einzelnen zaehlt. Wir wollen explizit keine privilegierten Experten haben, die einfach entscheiden koennen.
    Aber wir wollen und muessen auch professionell sein, um wirklich fundiert die Problem bearbeiten zu koennen und Loesungen zu erarbeiten.
    Diese Professionalitaet braucht Zeit, um Probleme gruendlich zu durchdenken und Fakten zu sammeln und um wirklich gute Argumente parat zu haben. Das kann man nicht mal eben nebenbei. Wer sich eingedacht hat, ist dann ploetzlich doch Experte und droht, die anderen zu dominieren. Ein Experte wird darueber hinaus irgendwann muede, neue „MItmacher“ zu ueberzeugen und immer wieder neu die gleichen Probleme auzufrollen. Das wirkt arrogant und hoehlt den Anspruch der Mitmachpartei aus.

    2. Wir wollen bodenstaendig und nicht glattgeschliffen wirken.
    Aber wir wollen und muessen auch professionell wirken, um andere Menschen und Waehler ueberzeugen zu koennen.
    Wo ist da die Grenze. Wieviel koennen wir an unserem Auftreten optimieren, ohne die geschaetzte Authentizitaet aufzugeben?

    3. Die Basis soll im Vordergrund stehen. Manche von uns meinen sogar, dass man nach aussen nichts sagen darf, was nicht die Basis beschlossen hat.
    Um im politischen Geschaeft zu bestehen, um mitreden zu koennen und Waehler zu gewinnen, muss man aber haeufig schnell reagieren.
    Ausserdem kann ein Journalist kein Interview mit „der Basis“ fuehren.
    Wir wollen das Spiel der Medien nicht mitmachen, bei dem Inhalte verkuerzt werden und die Verpackung wichtiger ist als der Inhalt. Aber wenn wir nicht mitmachen, geraten wir in Vergessenheit.
    Deswegen haben wir dann doch ein paar „Stars“, die uns repraesentieren.

    Ich glaube, wir ringen jetzt darum, in diesen Punkten die richtige Balance zu finden. Wir muessen uns ein Regelwerk geben, das hilft, die in der Vergangenheit gefundene Balance, bei der stark gewachsenen Anhaengerschaft auch wieder auszutarieren.

  16. Oh Mann – du hast mir sozusagen aus der Seele gesprochen.
    Ich wünschte, ich könnte das immer so formulieren.
    Leute wie dich braucht die Partei!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.